Gehalt vs. Ausschüttung — was bleibt netto übrig?

Berechnet nach den Steuersätzen 2026 — in unter 2 Minuten zur Entscheidungsgrundlage fürs Steuerberater-Gespräch. Vergleicht Gehalt, Ausschüttung und die optimale Kombination für deine deutsche GmbH.

✓ Aktuell für 2026 · Letzte Aktualisierung: Januar 2026 ✓ Steuerrechner für GmbH-Inhaber in Deutschland und Österreich ✓ Unverbindliche Berechnung · Keine Steuerberatung ✓ Berechnungsgrundlagen: § 32a EStG, § 23 KStG, § 7 GewStG, § 20 EStG
📘 Berechnet nach § 32a EStG 2026 · § 23 KStG · § 7 GewStG · § 32d EStG  ·  Basis: BMF Sozialversicherungs-Rechengrößen-VO vom 26.11.2025  ·  Steuerjahr: 2026

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Häufige Fragen zum Tool

Wie kann ich sicher sein, dass die Berechnung korrekt ist?

Alle Berechnungsformeln sind offen dokumentiert und im Open-Source-Code unter github.com/cuvexo/cuvexo nachvollziehbar. Konkret berechnet der Rechner nach § 32a EStG (Tarifformel 2026), § 23 KStG (Körperschaftsteuer 15 %), § 7 GewStG (Gewerbesteuer mit deinem Bundesland-Hebesatz), § 43 EStG (Kapitalertragsteuer 25 %) und der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026.

Die Werte werden jedes Jahr im Januar automatisch geprüft und aktualisiert. Trotzdem gilt: cuvexo ist eine Orientierungshilfe, keine Steuerberatung — für verbindliche Auskünfte ist der Steuerberater zuständig.

Wer haftet, wenn ich auf das Ergebnis vertraue und es falsch ist?

Niemand. Das Tool ist explizit eine unverbindliche Orientierungshilfe und ersetzt keine Steuerberatung. Steuerlich verbindliche Aussagen kann nur ein zugelassener Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer treffen — er prüft auch Sonderfälle, die wir vereinfachen (Holding-Strukturen, Teileinkünfteverfahren, Verlustvorträge etc.). Details im Impressum.

Wie sicher sind meine Daten?

Die Berechnung läuft komplett im Browser — deine Eingaben verlassen dein Gerät nicht, solange du nicht den Benchmark-Report per E-Mail anforderst. Falls doch (für PDF / Newsletter / Fristenkalender), speichern wir die E-Mail-Adresse bei unserem deutschen Mail-Versanddienstleister Klick-Tipp (DSGVO-konform, EU-Server) und das aggregierte Funnel-Tracking bei Vercel KV (anonymisiert, EU-Server). Keine externen Analytics, kein Google, kein Facebook-Pixel. Details: Datenschutzerklärung.

Wie kann ich Kontakt aufnehmen?

Per E-Mail an fragen@cuvexo.com — Antwort innerhalb von 24 Stunden. Falls du lieber telefonierst: im Kontaktformular Telefonnummer + Wunschzeit eintragen, wir rufen typischerweise binnen 4 Stunden während Bürozeiten zurück. Anschrift & UID im Impressum.

Was ist der Unterschied zwischen Gehalt und Ausschüttung bei einer GmbH?

Beim Gehalt zahlst du dir als Gesellschafter-Geschäftsführer ein reguläres Gehalt aus der GmbH. Die GmbH zieht das Gehalt als Betriebsausgabe vom Gewinn ab und zahlt weniger Körperschaft- und Gewerbesteuer. Du zahlst persönlich Lohnsteuer und ggf. Sozialabgaben auf das Gehalt.

Bei der Ausschüttung bleibt der Gewinn in der GmbH und wird zuerst mit ca. 30 % (KSt + GewSt + Soli) besteuert. Der verbleibende Gewinn wird dann als Dividende ausgeschüttet und nochmal mit 25 % Abgeltungssteuer + Soli belastet. Welcher Weg günstiger ist, hängt von Gewinnhöhe, Bundesland, Steuerklasse und SV-Situation ab — rechne es mit dem cuvexo-Tool.

Ab welchem Gewinn lohnt sich Ausschüttung mehr als Gehalt?

Als Faustregel: Ab einem zu versteuernden Gehaltsbereich, in dem dein persönlicher Grenzsteuersatz über ca. 33 % liegt (etwa ab 55.000–65.000 € zvE), wird Ausschüttung oft attraktiver. Bei hohen Gewinnen über 150.000 €/Jahr gewinnt Ausschüttung meist deutlich, weil die GmbH-Gesamtbelastung ca. 48 % beträgt, während Spitzen-Lohnsteuer 45 % + SV erreicht.

Die optimale Kombination liegt oft bei einem moderaten Gehalt (das den Grundfreibetrag nutzt) plus Ausschüttung des Restgewinns. Das cuvexo-Tool berechnet diesen Kipppunkt individuell. Diese Aussagen sind allgemeine Orientierung — keine Steuerberatung.

Was ist die verdeckte Gewinnausschüttung und wie vermeide ich sie?

Eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) liegt vor, wenn die GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer Vorteile gewährt, die einem fremden Dritten nicht gewährt würden — etwa ein unangemessen hohes Gehalt, ein Gehalt ohne klaren Arbeitsvertrag, oder verdeckte Ausschüttungen in Form von Privatnutzung des Firmenwagens ohne Versteuerung.

Das Finanzamt kann vGAs nachträglich korrigieren: Die GmbH muss dann nachversteuern, und du zahlst zusätzlich KapESt. Vermeidung: Schriftlicher Anstellungsvertrag, fremdüblich hohes Gehalt (Faustregel: zwischen 1.500 €/Monat und 80 % des Gewinns), klare Dokumentation aller geldwerten Vorteile. Bei Unsicherheit zum Steuerberater gehen.

Wie beeinflusst der Gewerbesteuer-Hebesatz meine Entscheidung?

Der Gewerbesteuer-Hebesatz wird von jeder Gemeinde individuell festgelegt — er liegt zwischen 200 % (kleine Gemeinden) und 580 % (München, Frankfurt). Höherer Hebesatz → mehr GewSt auf den GmbH-Gewinn → Ausschüttung wird teurer, Gehalt relativ attraktiver. Niedriger Hebesatz → umgekehrt.

Beispiel: Bei 100.000 € Gewinn kostet Bayern (490 %) ca. 17.150 € GewSt, während Mecklenburg-Vorpommern (375 %) nur ca. 13.125 € kostet — eine Differenz von über 4.000 €/Jahr. cuvexo verwendet den typischen Hebesatz deines Bundeslandes — wenn deine konkrete Gemeinde abweicht, kann das Ergebnis variieren. Rechne es für dein Bundesland.

Kann ich Gehalt und Ausschüttung kombinieren?

Ja — und das ist oft die steuerlich optimale Lösung. Ein moderates Gehalt nutzt den Grundfreibetrag (12.348 € im Jahr 2026) und die niedrigen Tarif-Zonen der Einkommensteuer aus. Der darüber hinausgehende Gewinn wird in der GmbH belassen und ausgeschüttet.

Das cuvexo-Tool berechnet das Optimal-Gehalt automatisch: Es sucht den Punkt, an dem jeder zusätzliche Euro Gehalt genauso besteuert wird wie wenn er in der GmbH verbliebe. Darunter ist mehr Gehalt besser, darüber Ausschüttung. Die tatsächliche optimale Gestaltung hängt auch von Altersvorsorge, Holding-Strukturen und Thesaurierungszielen ab — bitte mit Steuerberater abstimmen.

Was ist das Teileinkünfteverfahren?

Das Teileinkünfteverfahren (§ 3 Nr. 40 EStG) ist eine Alternative zur pauschalen Abgeltungssteuer (25 %). Es gilt für wesentliche Beteiligungen (mindestens 1 %) und für Anteile im Betriebsvermögen. Dabei werden 40 % der Ausschüttung steuerfrei gestellt, die restlichen 60 % mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert.

Vorteilhaft ist das Teileinkünfteverfahren besonders bei niedrigen Einkommen (unter ca. 40.000 € zvE) oder bei Verlustverrechnung. cuvexo rechnet standardmäßig mit der Abgeltungssteuer — ob das Teileinkünfteverfahren für dich günstiger ist, klärt am besten dein Steuerberater.

Wie rechnet das Finanzamt mein Geschäftsführergehalt nach?

Das Finanzamt prüft bei Gesellschafter-Geschäftsführern regelmäßig die Fremdüblichkeit des Gehalts — also die Frage, ob ein fremder angestellter Geschäftsführer zu gleichen Konditionen arbeiten würde. Kriterien sind: Schriftlicher Anstellungsvertrag, marktübliche Höhe (BBE-Dokumentation, Kienbaum-Studien), klare Aufgabenbeschreibung, Urlaubsregelung, Sozialleistungen.

Als Anhaltspunkt: Gehälter unter 1.500 €/Monat werden oft als verdeckte Ausschüttung eingestuft (da unrealistisch niedrig). Gehälter über 80 % des Gewinns ebenfalls kritisch. cuvexo warnt dich bei beiden Grenzen automatisch. Für individuelle Fremdüblichkeitsprüfung: Steuerberater konsultieren.

Ändert sich die Berechnung durch das Steuerrecht 2026?

Ja — für 2026 gelten folgende Änderungen: Der Grundfreibetrag wurde auf 12.348 € angehoben (+252 € vs. 2025). Die ESt-Tarif-Eckwerte wurden entsprechend verschoben (Zone 1 bis 17.799 €, Zone 2 bis 69.878 €). Die Beitragsbemessungsgrenze KV/PV stieg auf 5.812,50 €/Monat (+300 € vs. 2025), und die BBG RV/AV wurde einheitlich auf 8.450 €/Monat festgelegt (Ost/West-Unterschied entfallen).

KSt (15 %), KapESt (25 %), Soli (5,5 %) und GewSt-Messzahl (3,5 %) blieben unverändert. cuvexo wird jedes Jahr automatisch aktualisiert — Quellen: Sozialversicherungs-Rechengrößen-Verordnung 2026 (BGBl. 26.11.2025), § 32a EStG 2026.

Wann sollte ich einen Steuerberater hinzuziehen?

Immer dann, wenn deine Situation über die Standard-Berechnung hinausgeht: Holding-Strukturen, Thesaurierungs-Strategien, Wegzug ins Ausland, Unternehmensverkauf, Altersvorsorge-Optimierung, oder bei SV-Fragen mit Beteiligung zwischen 25–50 % (einzelfallabhängig).

Auch bei der Jahresplanung und vor größeren Entscheidungen (Gehaltsanpassung, Gewinnausschüttung, Investitionen) lohnt sich das Gespräch. cuvexo ist das Werkzeug das du vor dem Steuerberater-Gespräch nutzt — damit du weißt, wonach du fragst. Beratungsgespräch anfragen.

Ist dieses Tool auch für Österreich geeignet?

Ja — cuvexo hat eine eigene österreichische Version unter cuvexo.com/at/. Dort gelten andere Regeln: KöSt 23 %, KESt 27,5 % (Gesamtbelastung Vollausschüttung: 44,175 %), Stufentarif bei der Einkommensteuer (7 Stufen, Grundfreibetrag 13.539 €), und GSVG-Pflichtversicherung für Gesellschafter-GF mit über 25 % Beteiligung.

Die AT-Version ist bewusst einfacher gehalten als die DE-Version, weil GSVG-Beiträge einzelfallabhängig sind und nicht sinnvoll automatisch berechnet werden können. Der AT-Rechner zeigt einen deutlichen GSVG-Disclaimer. Zum AT-Rechner.

Wie das cuvexo-Tool funktioniert

Als Gesellschafter-Geschäftsführer einer deutschen GmbH stellst du dir jedes Jahr dieselbe Frage: Soll ich mir ein höheres Gehalt auszahlen — oder den Gewinn in der GmbH belassen und später als Dividende ausschütten? Die Antwort ist nicht pauschal, sondern hängt von einer Kombination aus Faktoren ab: Höhe des GmbH-Gewinns, Gewerbesteuer-Hebesatz deines Bundeslandes, deine persönliche Steuerklasse, Beteiligungsquote, Krankenversicherung (gesetzlich oder privat), und ob du kirchensteuerpflichtig bist.

Was berechnet das Tool?

cuvexo vergleicht drei Szenarien für dich parallel: Weg A (nur Gehalt), Weg B (nur Ausschüttung), und — einzigartig unter Steuerrechnern — die optimale Kombination aus Gehalt und Ausschüttung des Restgewinns. Das Optimal-Gehalt wird per Binärsuche ermittelt: Wir suchen den Punkt, an dem dein persönlicher Grenzsteuersatz auf den letzten Euro Gehalt gleich der effektiven GmbH-Steuerrate (KSt + GewSt + Soli) ist. Unterhalb dieses Punkts zahlst du persönlich weniger Steuer als die GmbH — mehr Gehalt ist besser. Darüber zahlt die GmbH weniger — Ausschüttung ist günstiger.

Die Berechnung folgt den deutschen Steuergesetzen 2026 — namentlich § 32a EStG (Einkommensteuer-Tarif mit 5 Zonen), § 23 KStG (Körperschaftsteuer 15 %), § 7 GewStG in Verbindung mit § 11 Abs. 2 GewStG (Gewerbesteuer mit Messzahl 3,5 %), § 4 SolZG (Solidaritätszuschlag 5,5 % mit Freigrenzen), und § 43 EStG (Kapitalertragsteuer 25 %). Alle Parameter — Grundfreibetrag, Beitragsbemessungsgrenzen, SV-Sätze, Sparerpauschbetrag — werden jedes Jahr im Januar automatisch auf die aktuellen Werte geprüft und aktualisiert.

Warum stellen sich GmbH-Inhaber diese Frage jedes Jahr neu?

Weil sich die Rechengrößen jährlich ändern: 2026 etwa stieg der Grundfreibetrag um 252 €, die BBG für Kranken- und Pflegeversicherung um 300 €/Monat, die BBG für Renten- und Arbeitslosenversicherung wurde einheitlich auf 8.450 €/Monat angehoben (Ost/West-Trennung seit 2025 aufgehoben). Solche Änderungen verschieben den Kipppunkt zwischen Gehalt und Ausschüttung. Zusätzlich können sich persönliche Umstände ändern: Heirat, Kinder, Umzug in ein Bundesland mit anderem GewSt-Hebesatz, Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, oder ein anderes Gewinnniveau durch Geschäftsentwicklung.

Welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung?

Höhe des GmbH-Gewinns: Bei niedrigen Gewinnen (unter 50.000 €) ist Gehalt fast immer günstiger, weil du den Grundfreibetrag und die ersten Tarifzonen der Einkommensteuer nutzt. Bei hohen Gewinnen (über 200.000 €) wird Ausschüttung attraktiver, weil der Spitzensteuersatz von 42 % bzw. 45 % die GmbH-Gesamtbelastung von ca. 30 % + KapESt 25 % (in Summe ca. 48 %) übersteigt.

Gewerbesteuer-Hebesatz: Je höher der Hebesatz, desto teurer wird Ausschüttung. München (490 %) kostet dich bei 100.000 € Gewinn etwa 4.000 € mehr GewSt pro Jahr als Mecklenburg-Vorpommern (375 %).

Beteiligungsquote und SV-Pflicht: Als beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer (über 50 % Beteiligung) bist du in der Regel nicht renten- und arbeitslosenversicherungspflichtig. Das erhöht dein Netto-Gehalt um ca. 10,6 % (9,3 % RV + 1,3 % AV) — ein bedeutender Vorteil, der Gehalt attraktiver macht. Gleichzeitig baust du aber keine gesetzliche Rentenanwartschaft auf.

Krankenversicherung: In der GKV zahlst du 8,75 % Arbeitnehmer-Anteil (Basis 7,3 % + Ø Zusatzbeitrag 1,45 % 2026) auf das Gehalt bis zur BBG. In der PKV zahlst du einen festen Beitrag unabhängig vom Gehalt — bei hohen Gehältern oft günstiger, bei niedrigen teurer. Bei PKV gibt es einen Arbeitgeberzuschuss bis 496,97 €/Monat (2026).

Was sind die häufigsten Fehler?

Fehler 1 — zu niedriges Gehalt: Unter 1.500 €/Monat riskierst du, dass das Finanzamt eine verdeckte Gewinnausschüttung annimmt. Das kostet dich nachträglich mehr als du durch die niedrigere Lohnsteuer gewonnen hast.

Fehler 2 — zu hohes Gehalt: Über 80 % des GmbH-Gewinns gilt als unfremdüblich. Auch das kann als vGA qualifiziert werden — das Finanzamt korrigiert, die GmbH muss nachversteuern.

Fehler 3 — Kirchensteuer vergessen: Bei Ausschüttung reduziert sich die Kapitalertragsteuer bei Kirchensteuerpflicht auf ca. 24,45 % bzw. 24,51 % (je nach Bundesland) — das ist eine wenig bekannte Regel nach § 32d Abs. 1 EStG. Viele Rechner verwenden fälschlich 25 % KapESt + 9 % KiSt darauf, was falsch ist.

Fehler 4 — Sparerpauschbetrag nicht nutzen: 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € Ehepaare zusammen) bleiben steuerfrei bei Kapitalerträgen. Beim ersten Euro der Ausschüttung wirkt sich das spürbar aus.

Nächster Schritt

Nutze das Tool oben auf dieser Seite mit deinen konkreten Zahlen. Speichere das Ergebnis als PDF oder teile den Link mit dir selbst per E-Mail-Opt-in. Gehe dann mit diesen konkreten Zahlen zu deinem Steuerberater — das macht das Gespräch effizienter und hilft dir, die richtigen Fragen zu stellen. cuvexo ersetzt keine Steuerberatung, aber es ist das Werkzeug, das dir hilft, gut informiert zum Steuerberater zu gehen.